„Diese Aufgabe soll künftig das Computermodel PRESCIENT übernehmen. Die Berliner Charité ist schon jetzt dabei, es in die klinische Versorgung von Prostatakrebs zu integrieren. In den kommenden Jahren werden die Forscherinnen und Forscher PRESCIENT mit den Daten von mehreren Tausend Patienten aus dem neu gegründeten Hauptstadt-Urologie-Netzwerk füttern. Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss der Charité mit niedergelassenen Urologen in Berlin und Brandenburg. Je größer die Datenbasis, desto zuverlässiger sind die Vorhersagen des Systems.

In etwa zwei bis drei Jahren könnte das Modell Teil des Klinikalltags werden. Dann sollen Ärztinnen und Ärzte mithilfe von PRESCIENT schnell und zuverlässig erkennen können, welche Therapie für welchen Patienten die individuell erfolgversprechendste ist.

Neben der Berliner Charité waren auch das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und das European Molecular Biology Laboratory (EMBL), beide aus Heidelberg, sowie das Berliner Max-Planck-Institut (MPI) und die Martini-Klinik am Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) maßgeblich an den Forschungsarbeiten beteiligt.“

Quelle: gesundheitsforschung-bmftr